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Tages-/Wochenplan PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Iris-Juliana Takac   

Tages- und Wochenpläne dienen der individuellen Strukturierung des Lernens. Sie bieten dem Schüler u.a. die Möglichkeit, die Reihenfolge der Bearbeitung selbst zu bestimmen, z.B. "Lieblingsaufgaben" zuerst zu erledigen. Die Schüler lernen bei Wochenplanarbeit, sich über einen längeren Zeitraum mit einer Aufgabe zu beschäftigen und diese auch in einer bestimmten Zeit zu beenden. Die individuelle Zeitplanung ist hierbei sehr wichtig.

 

Bei dieser Unterrichtsform gibt es ein breites Spektrum an Variationsmöglichkeiten. Zum einen existiert die Unterscheidung zwischen Tages- und Wochenplan, d.h. die Schüler müssen bestimmte Aufgaben innerhalb eines Tages bzw. einer Woche bearbeiten. Zum anderen gibt es innerhalb dieser Trennung die Möglichkeit, das Verhältnis von Pflichtprogramm und freiwilligem Programm zu verändern. So kann am Anfang des Arbeitens mit dem Wochenplan ein Plan ausschließlich mit Pflichtübungen stehen, der dann im Laufe der Zeit immer weiter durch freiwillige Übungen ergänzt wird. Die Öffnung kann bis zur selbstständigen Gestaltung eines Plans durch die Kinder erfolgen. Schloms unterscheidet dabei zwischen „geschlossenem“, „differenziertem“ und „offenem Wochenplan" (8, S. 56 - 72)

 

Der geschlossene Wochenplan... Der differenzierte Wochenplan... Der offene Wochenplan...
... besteht nur aus Pflichtteilen, die Kinder sind an der Auswahl nicht beteiligt. Die Schüler haben alle die gleiche Zeit zur Verfügung und sollen dabei das gleiche Pensum schaffen. Dabei sind die Reihenfolge der Bearbeitung der Aufgaben und die Sozialform frei von den Schülern wählbar. ... beinhaltet sowohl Pflicht- als auch Zusatzaufgaben. Bei deren Erstellung können die Kinder im Vorfeld auch beteiligt werden. Der differenzierte Wochenplan kann unterschiedliche Grade der Öffnung annehmen, so ist es möglich, dass die Kinder zwischen unterschiedlichen Pflichtaufgaben wählen, Zusatzaufgaben können als Wahlangebot vom Lehrer vorgegeben sein oder selbst von den Schülern bestimmt werden. ... ist sehr anspruchsvoll. Die Schüler wählen ihre Aufgaben völlig selbstständig aus. Die Planung durch die Kinder erfolgt am Wochenanfang. Eine derart selbstständige Arbeit überfordert Kinder aber auch schnell, es ist schwer, sich eine Woche lang an die Planung zu halten, bzw. alle Aspekte im Vorfeld bereits vorauszusehen. Hilfe kann durch Festlegung der Fächer erfolgen (z.B. zwei Aufgaben aus Deutsch, eine aus Mathematik) bzw. kann der Lehrer schwächeren Kindern individuell bei der Erstellung helfen oder Kinder zusammenarbeiten lassen.

Nach Schloms (8, S.69) gliedert sich die Einführung der Wochenplanarbeit in fünf Phasen:

(1)      Vorstellung: Erklärung des Plans und der einzelnen Aufgaben bzw. neuer Materialien;

(2)      Orientierung und Aussuchen von Aufgaben, Wahl der Arbeitspartner

(3)      Selbstständige Arbeit allein oder in der gewählten Sozialform, auch Ergebniskontrolle.

Kennzeichnung der erledigten Aufgaben und Aufräumen der Materialien.

(5)     Abschlussbesprechung: Vorstellung der Ergebnisse durch den Lehrer oder die Schüler im Erzählkreis.

 

Tagespläne sind meist zur Einführung von Wochenplänen gedacht, erleichtern somit den Umgang mit Zeitplanung und Aufgabenbewältigung.

Tages- und Wochenpläne sollten eine hohe Fächerstreuung, nicht nur Kernfächer wie Mathematik, Deutsch und Heimat- und Sachkunde aufweisen, sondern auch Kreativität durch künstlerische Fächer und zusätzliche Interessen der Kinder beinhalten.

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